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Foto: Ben Gross Photography
Anja Mayer
Anja Mayer

Pressemitteilung

Schluss mit Profiten auf Kosten der Beschäftigten!

Anlässlich der heutigen Gesundheitsministerkonferenz fordert die Gewerkschaft ver.di mit Aktionen überall im Land, die richtigen Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Auch in Potsdam wird ab 11 Uhr vor dem Gesundheitsministerium demonstriert. Das Gesundheitswesen braucht endlich einen echten Systemwechsel, meint die Co-Landesvorsitzende der LINKEN Brandenburg, Anja Mayer:

"Zu geringe Personalausstattung, Nachwuchs- und Fachkräftemangel, Überlastung und Berufsflucht in der Pflege und in den Krankenhäusern – sie alle sind Symptome ein- und derselben Krankheit: einer falschen Gesundheitspolitik und eines Systems, das geldgetrieben ist! Es darf nicht länger sein, dass Wirtschaftlichkeit und bei den vielen privaten Akteuren auf dem Markt auch der Profit das alles bestimmende Maß bei der Versorgung von Patient*innen und Pflegebedürftigen sind!

Wenn wir eine gute Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen sichern wollen, müssen wir für gute Arbeitsbedingungen für diejenigen sorgen, die diese schwere Arbeit tun sollen. Das geht: über verbindliche Mindestpersonalschlüssel in der Pflege, in den Krankenhäusern und auch in der Psychiatrie. Personalschlüsseln, die Überlastung verhindern und Zeit für die Patient*innen schaffen. Das geht über flexible Arbeitszeitmodelle, die auch professionell Pflegenden Raum für Familie und unterschiedliche Lebensentwürfe schaffen. Das geht über eine angemessene und mit Flächentrifen geregelte Bezahlung, die Konkurrenzen um das Personal minimiert und Gerechtigkeit für alle schafft. Es geht aber nicht, solange private Klinikbetreiber legal daran verdienen, wenn sie Abteilungen schließen, Personal reduzieren oder ihren Mitarbeitenden Tariferhöhungen verweigern.

Deswegen brauchen wir einen Systemwechsel im Gesundheitswesen, ein Profitverbot für Krankenhäuser und in der Pflege und eine konsequente Ausrichtung auf das Wohl der Patient*innen. Und deshalb rufen wir die Brandenburger*innen auf, die heutigen Aktionen von ver.di zu unterstützen und beispielsweise bei der heutigen Kundgebung ab 11 Uhr in Potsdam vor dem Gesundheitsministerium ihre Solidarität zu zeigen!"

 

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Friedensgedicht

Wortschätze horten

Wie leichtfertig doch manche bösen
Worte unseren Mund verlassen.

Verletzende, kränkende Worte.
lieblose, verächtliche Worte.
Niederschmetternde, zerstörende Worte.
Worte wie Keulenschläge.
Worte wie Peitschenhiebe.
Worte wie Giftpfeile.

Du kannst sie nicht zurückholen.
Das Unheil, das sie anrichteten,
kannst du nicht rückgängig machen,

Besser,
sich beizeiten einen Vorrat anzulegen
an guten nährenden Worten.

Worte sammeln,
auf die man sich verlassen kann.
Worte, die halten, was sie versprechen.
Wohltuende, freundliche Worte.
Aufbauende, ermutigende Worte.
Aufrichtige, herzliche Worte.

Gute und böse Worte sind Samenkörner.
Sei gewiss: Die Saat geht auf!

© Gisela Baltes

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